Berufliches Gymnasium

 

 

 

 

Schüler, welche das Abitur und damit die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife am Freien Beruflichen Gymnasium in Rietschen anstreben können sich fristgemäß bis zum 31.03.2017 zur Aufnahme bewerben. Spätere Bewerbungen werden je nach Datum des Eingangs bei noch offenen Plätzen berücksichtigt.

 

Eingereicht werden müssen:

  • Bewerbung
  • Halbjahreszeugnis Klasse 10

 

Gegenwärtig wird der Antrag für das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen bei der Sächsischen Bildungsagentur bearbeitet. Wir erwarten die Genehmigung in den nächsten Monaten. Eine Zusage kann bis zum Zeitpunkt der schriftlichen Genehmigung der Schule durch die sächsische Bildungsagentur nur unter Vorbehalt erteilt werden.

 

Nachfolgend können Sie sich einen kleinen Überblick zum neuen Freien Beruflichen Gymnasium am Standort Rietschen verschaffen.

 

 

 

Freies Berufliches Gymnasium Rietschen - Kurzkonzept

 

 

Dies wird nun seit über 11 Jahren an der Freien Oberschule Rietschen praktiziert und unsere Schüler werden auf ihre Zukunft - das Berufsleben vorbereitet. Mittlerweile konnten insgesamt sechs Klassen mit einem Realschulabschluss verabschiedet werden. Zudem erlangten einige Schüler einen Hauptschulabschluss und begannen eine Berufsausbildung. Ein Teil unserer Abgänger mit dem Realschulabschluss wählten im Anschluss den Weg zum beruflichen Gymnasium.

 

Im Rahmen der Schulentwicklung erfolgt ab dem Schuljahr 2017/18 die Weiterführung der Freien Schule Rietschen durch den Aufbau eines Freien Beruflichen Gymnasiums. Damit kann die Gemeinde Rietschen eine weiterführende Schule anbieten und somit alle Schulabschlüsse in Rietschen ermöglichen.

 

 

  1. Einleitung

    Die Freie Oberschule Rietschen als Ganztagsschule ist ein Lern- und Lebensort für Schüler und Pädagogen.

    Die Bildung und Erziehung an der Freien Oberschule Rietschen lehnen sich an der Montessori-Pädagogik, weiteren reformpädagogischen und anderen modernen Erkenntnissen an. Ausgangspunkt unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit sind entsprechend des Ansatzes von Montessori die individuellen Besonderheiten, Interessenlagen und Neigungen jedes Kindes sowie die Tatsache, dass Kinder alle notwendigen Grundlagen und Voraussetzungen zum Erwachsenwerden in sich tragen, die sich durch die Tätigkeit der Pädagogen sowie der Schülergruppe frei entfalten können. Daraus resultieren die größtmögliche Achtung, Wertschätzung und das Vertrauen zum Bildungswillen, zur Bildungsfähigkeit jedes Schülers und in die Wahrnehmung seiner Selbstverantwortung. Alle Schüler sollen sich entsprechend ihren Möglichkeiten bestmöglich entwickeln, sich Wissen und Kompetenzen aneignen. Dies ist auch der Ansatz für einen integrativen Unterricht. Daher lernen derzeit in jeder Klassenstufe bis maximal 3 Schüler mit verschiedenen Förderschwerpunkten und Beeinträchtigungen.

    Sehr wichtig ist bei uns auch das Übertragen bzw. Übernehmen von Verantwortung auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Die Mitverantwortung der Schüler wächst von Klassenstufe zu Klassenstufe. Dadurch soll Selbstverantwortung entwickelt, aber auch Selbstkompetenz, Selbstorganisation und Teamgeist gestärkt werden und so zielgerichtet auf den späteren Lebensweg vorbereitet werden.

  2. Bildungs- und Erziehungsziele

    Das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen knüpft an das Konzept der Freien Oberschule Rietschen an, so dass die in der Oberschule gesetzten Bildungs- und Erziehungsziele übernommen, präzisiert und ergänzt werden.

    Dabei wird der Bildungs- und Erziehungsauftrag gemäß dem sächsischen Schulgesetz: „durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf seine Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage“ bestimmt.

     

    Besondere Schwerpunkte im Freien Beruflichen Gymnasium bilden:

  • die leistungsorientierte, emotional ansprechende, interessenfördernde Aneignung von anwendungsfähigen Wissen und Kompetenzen

  • Förderung und Weiterentwicklung der Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Selbstorganisation, Selbstbestimmung und Mitbestimmung bei der gemeinsamen Gestaltung schulischer Prozesse

  • die Erhöhung der Studierfähigkeit und Vorbereitung auf ein Studium oder Berufsausbildung

  • Forderung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, z. Bsp. das Suchen nach kreativen Lösungen, kritisches Hinterfragen, kategoriales und vernetztes Denken, distanzierte Reflexion und Urteilsfähigkeit, Phantasie aber auch der Arbeitsintensität und Anstrengungsbereitschaft

  • Entwicklung von Fähigkeiten und Begabungen

  • Weiterentwicklung der Kommunikations- und Teamfähigkeit

  • fairer Umgang miteinander, der durch Kommunikation, Toleranz und konstruktive Konfliktlösung geprägt ist

  • Vermittlung einer vertieften und erweiterten Allgemeinbildung mit berufsbezogenen und wissenschaftsorientierten Lerninhalten

     

    Um die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit weiter zu verbessern, soll auch im Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen das Qualitätsmanagement aufgebaut und umgesetzt werden.

     

     

  1. Organisation und Struktur des Freien Beruflichen Gymnasiums Rietschen

 

Schulabschluss

In der Freien Oberschule Rietschen konnten die Schüler den Haupt- und Realschulabschluss erhalten. Mit dem Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen können sie die Abiturprüfung ablegen und damit die Allgemeine Hochschulreife erlangen.

Dies berechtigt die Schüler zum Studium an jeder Hochschule, Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie unabhängig von der Fachrichtung.

Darüber hinaus besteht in jeder Berufsausbildung die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung.

Während der Berufsausübung können sie jederzeit ein berufsbegleitendes Studium aufnehmen, um sich beruflich weiterzuentwickeln oder in Führungspositionen aufzusteigen.

Sollten Schüler die allgemeine Hochschulreife nicht zuerkannt bekommen, erhalten sie ein entsprechendes Abgangszeugnis.

 

Organisationsstrukturen

Beide Schulformen, die Freie Oberschule und das Freie Berufliche Gymnasium befinden sich am gleichen Standort in Rietschen und werden eng miteinander arbeiten. Viele gemeinsame Aktivitäten und Projekte werden übergreifend durchgeführt. Diese Form des Gemeinsamen Lernens findet sich teilweise auch in den Organisationsstrukturen wieder.

 

Fachrichtung

Im Unterschied zum allgemeinen Gymnasium erlangen die Schüler Wissen über das Abitur hinaus, da sie aufgrund einer fachrichtungsspezifizierten Berufsorientierung einen Einblick in die Berufswelt gewinnen.

Am Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen wird die Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft angeboten. Hier werden den Schülern gesellschafts- und wirtschaftspolitische Zusammenhänge im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen vermittelt und erklärt.

Für diesen Bereich ist die Zusammenarbeit mit größeren und kleineren Unternehmen der Region angedacht. Aufgrund der fachlichen Qualifikationen soll der Unterricht im Bereich der Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen durch dessen Personal und zum großen Teil in diesen Firmen vor Ort durchgeführt werden.

 

Grundlagen

Die Arbeit des Freien Beruflichen Gymnasiums Rietschen orientiert sich grundsätzlich an:

  • dem sächsischen Schulgesetz

  • der Schulordnung Berufliche Gymnasien (BGySO)

  • den Lehrplänen für Berufliche Gymnasien

  • der Leistungsbeschreibung des Beruflichen Gymnasiums

  • den Anforderungen bzgl. der Hygiene

  • den Bedingungen und Vorgaben zur Sicherheit

     

Aufnahmebedingungen

Das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen können Schüler besuchen, die den Realschulabschluss mit guten und sehr guten Leistungen abgelegt haben und sich durch eine hohe Leistungsbereitschaft auszeichnen. Die Aufnahmevoraussetzungen richten sich nach der BGySO.

 

So können Schüler mit einem Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss aufgenommen werden, die folgende Bedingungen erfüllen:

 

  • Durchschnitt aller Fächer besser als 2,5

  • Mindestens 3mal die Note „gut“ in den Fächern Deutsch, Mathematik, der ab Klasse 5 unterrichteten Fremdsprache (Englisch), Physik, Biologie und Chemie

    (alle anderen Fächer mindestens die Note „befriedigend“)

 

Sollten Schüler diese Anforderungen nicht erfüllen, können sie nach einem fachlich orientierten Eignungsgespräch dennoch aufgenommen werden, wenn sie im Notendurchschnitt besser als 3,0 sind.

 

Auch Abgänger des allgemeinen Gymnasiums (Klassenstufe 10) mit einem Versetzungszeugnis von Klassenstufe 10 nach Jahrgangsstufe 11 oder dem Nachweis des Realschulabschlusses können das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen besuchen.

 

Aufgenommen werden können Abgänger von Berufsschulen oder Berufsfachschulen, wenn sie mindestens eine zweijährige Berufsausbildung mit einer Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis von besser als 2,5 erfolgreich abgeschlossen haben und den Realschulabschluss mit einer Durchschnittsnote von besser als 3 vorlegen. Die Bewerber mit Berufsabschluss dürfen zu Beginn des Schuljahres das 21. Lebensjahr nicht vollendet haben.

Die Abgänger von Mittelschulen oder Gymnasien dürfen das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

 

Unter bestimmten Bedingungen können bzgl. der Aufnahme an das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen Ausnahmen zugelassen werden.

Die Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein entscheidet über die Aufnahme im Einzelfall.

 

Ausbildungsdauer und -gliederung

In einer dreijährigen, durchgängig konzipierten Ausbildung werden die Schüler auf ihre Abiturprüfung und ihr künftiges Studium oder Berufsausbildung vorbereitet.

Die Besuchsdauer kann bei Wiederholung der Klassenstufe 11 bzw. Jahrgangsstufen 12 und 13 sowie in besonderen Härtefällen überschritten werden.

Das erste Jahr, die Klassenstufe 11, bildet dabei die Einführungsphase. Hier wird an die bisherige Schulausbildung angeknüpft und auf das Kurssystem in der gymnasialen Oberstufe vorbereitet.

Die Jahrgangsstufen 12 und 13 bilden die Qualifikationsphase und sind als eine pädagogische Einheit mit Kurshalbjahren zu betrachten. Mit dem Kurssystem ergeben sich veränderte Organisationsformen. Es wird jetzt in Grund und Leistungskursen unterrichtet.

 

Unterrichtsfächer

Die Unterrichtsfächer untergliedern sich in den Pflicht- und den Wahlbereich. Die Inhalte des Unterrichtes werden durch die entsprechenden sächsischen Lehrpläne für das berufliche Gymnasium bestimmt. Die Anzahl der Stunden richten sich nach den Vorgaben der BGySO.

Am Beruflichen Gymnasium Rietschen wird als 1. Fremdsprache Englisch und als 2. Fremdsprache Russisch unterrichtet.

 

Klassen- und Gruppenbildung

Um auch weiterhin die vertrauensvolle, familiäre und persönliche Atmosphäre zu gewährleisten, wird auch das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen einzügig geführt.

In der Klassenstufe 11 lernen die Schüler im Klassenverband mit maximal 18 Schülern nach einem einheitlichen Stundenplan. Der Klassenleiter bietet weiterhin die Beratung der Schüler an und begleitet diese durch das Schuljahr.

Für Bildungs- oder Berufsberatungen sowie für diverse Problemsituationen steht den Schülern der durch die Lehrer ernannte Beratungslehrer zur Verfügung. Bei Bedarf wird hier, wie bereits in der Freien Oberschule Rietschen erfolgreich praktiziert, mit der Jugendhilfe, dem Jugend- und Sozialamt sowie den Organen der Berufsorientierung kooperiert.

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 erfolgt der Unterricht in Kursgruppen (Grund- und Leistungskurse), welche in den einzelnen Fächern unterschiedlich zusammengesetzt sein können.

Die wichtigsten Ansprechpartner in dieser Phase sind der Oberstufenberater und der Tutor. Der Oberstufenberater tritt als Berater für Schüler, Eltern und Lehrer auf. Er informiert, berät und unterstützt bei der Wahl und Belegung der Leistungs- und Grundkursfächer, bei der Einbringung der besonderen Lernleistung und der Wahl der Prüfungsfächer. Er ist verantwortlich für die Kurswahl und die Berechnung der Gesamtqualifikation. Der Tutor übernimmt die Aufgaben des Klassenleiters und ist für die Betreuung und Beratung in schulischen Angelegenheiten der Schüler verantwortlich.

Natürlich steht die Schulleitung jedem Schüler beratend und helfend zur Seite.

 

Lehrer

Für das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen wählt der Trägerverein Pädagogen mit einer entsprechenden fachlichen Qualifikation und Eignung aus. Darüber hinaus müssen sie gemäß dem bestehenden Fortbildungskonzept regelmäßig an Fortbildungen bzw. an Fachzirkeln teilnehmen, um stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben, sich weiter zu entwickeln und neue methodische, didaktische und fachliche Kenntnisse zu erlangen.

Bereits jetzt unterrichten Lehrer an der Freien Oberschule Rietschen, die eine Ausbildung für die Sekundarstufe II absolviert haben und entsprechende Qualifikationen vorweisen können.

Am Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen übernehmen die Lehrer Aufgaben von Kenntnisvermittlern, Organisatoren, Moderatoren von Lernprozessen und Beratern und Erziehern. Sie begleiten die Schüler bei der Bearbeitung der Aufgaben und unterstützen und fördern das eigenständige Arbeiten, die Zielstrebigkeit, Kompetenzen und Konzentration.

 

Unterrichtszeiten

Als Ganztagsschule werden neben der vorgegebenen Stundenzahl für die Schüler des Freien Beruflichen Gymnasiums Rietschen Zeiten für Selbststudium, Planung und Beratung zur Verfügung gestellt. Hierbei erfolgt ein Wechsel von Stunden- und Blockzeiten.

Unterrichtsausfall gibt es auch am Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen nicht. Bei Abwesenheit von Lehrern findet stets eine Stundenvertretung statt. Kann eine fachgerechte Vertretung nicht gewährleistet werden, erfolgt die Unterrichtung entweder in einem anderen Fach oder die Schüler bearbeiten ihren Aufgaben-/Arbeitspläne bzw. führen unter Aufsicht Selbststudien durch.

Da sich das Freie Berufliche Gymnasium im gleichen Gebäude wie die Freie Oberschule in Rietschen befindet, muss eine Abstimmung zwischen beiden Schulen erfolgen. So werden die Schüler des Freien Beruflichen Gymnasiums andere Pausenzeiten haben.

Die Schüler nehmen das Frühstück und Mittagessen gemeinsam im Speisesaal ein. Das Essen wird frisch zubereitet und unterliegt den Regeln einer gesunden sowie abwechslungsreichen Ernährung. Darüber hinaus stehen den Schülern in den Pausen ständig Getränke zur Verfügung.

 

Räumlichkeiten

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 steht der Freien Oberschule Rietschen ein neu renoviertes Gebäude inkl. eines Anbaus und eines großzügigen Pausenhofes zur Verfügung.

Zum Planungszeitraum wurde bereits berücksichtigt, dass das Freie Berufliche Gymnasium ebenfalls diese Räumlichkeiten in Rietschen benutzen wird.

So stehen der Klasse 11 und den Jahrgangsstufen 12/13 uneingeschränkt drei Räume des neuen Anbaus in unterschiedlichen Größen zur Verfügung.

Aufgrund der Einzügigkeit der Freien Oberschule sowie des Freien Beruflichen Gymnasiums stellt die gemeinsame Nutzung der Fachräume für Physik, Chemie und Biologie sowie des Computerkabinetts mit 20 Arbeitsplätzen, des Technikraumes und der sportlichen Einrichtungen kein Problem dar.

Die Gestaltung der Klassen- und Fachräume soll den Lernprozess unterstützen.

 

Arbeitsmaterialien, Arbeitsmittel und sonstige Utensilien

Den Schülern des Freien Beruflichen Gymnasiums werden Materialien für die individuelle Entwicklung und Wissensvermittlung in der Sek II zur Verfügung gestellt. Das Unterrichtsmaterial sowie Lehrbücher sind für alle Schüler greifbar.

Atlanten, Tafelwerke, Arbeitshefte und Taschenrechner müssen die Schüler selbst besorgen. Dies gilt auch für sonstige Arbeitsmittel wie Hefter, Schreibpapier, Stifte, Locher, Klebstoff, Malkästen, Scheren und andere Utensilien.

Das Tragen von Schulkleidung sowie Hausschuhen ist am Freien Beruflichen Gymnasiums Pflicht.

Zur Unterbringung von Materialien, Schuhen, Sportkleidung etc. stehen den Schülern im Garderobenbereich Schließfächer oder Regale zur Verfügung.

 

 

  1. Unterricht

Um eine optimale Entfaltung der Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermöglichen, sind eine weitgehende Öffnung der Schule und ein ganzheitliches Lernen notwendig. Dazu sollen Klassen, Kurse, Unterrichtsfächer und -inhalte sowie projektorientierte Angebote soweit als möglich vernetzt werden. Die Lernformen orientieren sich an den individuellen Voraussetzungen, Interessen und Begabungen jedes Schülers. Im Freien Beruflichen Gymnasium kommen insbesondere die Selbständigkeit fördernden Arbeits-, Unterrichts- und Sozialformen zum Einsatz. Es wird dabei auf bekannte Unterrichtsformen aufgebaut.

 

Beispiele:

  • Frontalunterricht in Form von Vorträgen durch Lehrer oder Schüler, Vorlesungen, Vorführungen, Erklärungen, Demonstrationen, Lehrgespräche unter Einsatz verschiedener Medien

  • Gruppen- und Partnerarbeit in arbeitsteiligen oder arbeitsgleichen Verfahren mit anschließender Vorstellung oder Präsentation der Gruppenergebnisse, bei denen der Lehrer als Berater agiert

  • Gruppenpuzzle (Stamm- und Expertengruppen) – Kombination von Gruppenarbeit und autonomen Lernen

  • Projektarbeit – Projektidee Projektplan und –ziele Projektausführung Projektergebnis / Produkt Projektauswertung

  • Freiarbeit individuelle Planung und Durchführung von Arbeiten

  • Werkstattarbeit / Lernwerkstatt / Stationslernen / Lernzirkel / Studienzirkel

  • Lernen mit Medien – computergestütztes Lernen

  • Praktikum außerschulisches Lernen

  • Aufbau/Einführung der Wochenplanarbeit

  • Lernen mit Fallstudien / Plan-, Lern- Schulspiel

  • Kombination von Wochenplan- und Projektarbeit mit herkömmlichen Unterrichtsformen

     

Ziel ist der Erwerb von anwendungsfähigem Wissen, die Entwicklung von Lern-, Methoden- und Sozialkompetenzen, damit die Abiturprüfung erfolgreich abgelegt werden und die Schüler mit der allgemeinen Hochschulreife ein Hochschulstudium oder qualifizierte Berufsausbildung erfolgreich absolvieren können.

 

Studienfahrt nach England

Jedes zweite Jahr führt die Klassenstufe 11 und die Jahrgangsstufe 12 gemeinsam eine einwöchige Studienreise nach England (London) durch.

Diese Fahrt bietet den Schülern nicht nur die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse zu verbessern, sondern auch ausländische Unternehmen kennenzulernen und sich inhaltlich weiterzubilden.

Darüber hinaus lernen die Schüler die englische Metropole mit den vielen Attraktionen und der eindrucksvollen Atmosphäre kennen.

 

 

  1. Bewertung und Zensierung

 

Leistungsermittlung

Die Leistungsermittlung richtet sich im Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen nach den Vorgaben der BGySO.

Schriftliche komplexe Leistungen werden über Komplexe Leistungen, Klassenarbeiten (Kl. 11), Klausuren (Jahrgangsstufen 12/13) und Belegarbeiten (Jahrgangsstufen 12/13) in entsprechender Anzahl abgefordert.

Darüber hinaus erfolgt eine Leistungsfeststellung über sonstige schriftliche, mündliche und praktische Leistungen in Form von Kurzkontrollen, mündlichen Überprüfungen, Freiarbeit oder praktischen Leistungsnachweisen.

 

Benotung

Die Grundlagen der Benotung bilden die Festlegungen für das Berufliche Gymnasium im Land Sachsen.

Dabei werden in Klassenstufe 11 die bekannten Notenstufen (1-6) für die Bewertung der Leistungen verwendet.

In den Jahrgangsstufen 12/13 kommt das Punktesystem zum Einsatz. Alle Bewertungen erfolgen mit Noten und den zugeordneten Punkten.

 

Zeugnisse

Gemäß der BGySO erhalten die Schüler in Klasse 11 ein Halbjahreszeugnis über alle Leistungen und das Jahreszeugnis zum Schuljahresende.

In den Jahrgangsstufen 12/13 bekommen die Schüler ein Halbjahreszeugnis über erbrachten Leistungen in den Grundkursen des Pflicht- und Wahlbereiches sowie den Leistungskursen.

Am Ende der Sekundarstufe II erhalten sie das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife mit den Kurshalbjahresergebnissen der Jahrgangsstufen 12/13, den Ergebnissen der Abiturprüfung und der erreichten Durchschnittsnote.

Die Versetzung bzw. Wiederholung einer Jahrgangsstufe erfolgt gem. BGySO.

 

Abschluss, Gesamtqualifikation, Abiturprüfungen

Die Grundlage für Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife bildet die Gesamtqualifikation, die wie folgt ermittelt wird:

 

Gesamtqualifikation = Kurshalbjahresergebnisse + Ergebnisse der Abiturprüfung

 

Bei der Berechnung der Gesamtqualifikation werden die Vorgaben der BGySO eingehalten.

Für die Zulassung der Schüler zur Abiturprüfung müssen die Voraussetzungen gem. BGySO erfüllt werden. Die endgültige Entscheidung trifft die Schulleitung.

Die Zentrale Abiturprüfung wird nach der für alle sächsischen beruflichen Gymnasien gültigen Prüfungsordnung durchgeführt.

Bis zur staatlichen Anerkennung des Freien Beruflichen Gymnasiums Rietschen erfolgt die Abiturprüfung in Form einer Schulfremdenprüfungen. In diesem Fall gelten die Bestimmungen gem. BGySO, Sechster Abschnitt.

 

Besondere Lernleistung

An Stelle einer mündlichen Prüfung werden die Schüler am Freien Beruflichen Gymnasium in Rietschen eine besondere Lernleistung erbringen, die sich aus schriftlicher Dokumentation, Präsentation und Verteidigung zusammensetzt.

Dabei sollte das Thema im Interesse der Schüler liegen und möglichst einen praktischen Teil beinhalten.

 

Dies können sein:

  • ein umfassender Beitrag aus einem von den Ländern oder vom Bund geförderten

    Projekts

  • Teilnahme an einem internationalen Leistungswettbewerb,

  • eine Jahresarbeit mit einer wissenschaftlichen Bearbeitung eines Themas

  • die Aufarbeitung einer aus einem Projekt oder Praktikum abgeleiteten

    Problemstellung

     

    In einem öffentlichen Kolloquium verteidigen die Schüler ihre Arbeit.

     

    Die Schüler arbeiten selbständig, planen und strukturieren ihre Arbeit über mehrere Arbeitsetappen und stellen ihre Arbeitsergebnisse schriftlich und mündlich dar. Wie bereits bei der Montessori-Arbeit in Klasse 9 der Freien Oberschule Rietschen suchen sich die Schüler Mentoren bzw. außerschulische Partner, z. Bsp. aus Hochschulen, Betrieben, Vereinen, Verbänden oder sonstigen politischen oder sozialen Einrichtungen.

    Darüber hinaus erfolgt von Seiten der Schule eine Betreuung durch einen entsprechenden Fachlehrer, welcher die Schüler bei seiner Arbeit berät.

 

 

  1. Ganztagsangebote

    Die Freie Oberschule Rietschen ist eine Ganztagsschule, in welcher Ganztagsangebote durch die Schüler in Anspruch genommen werden.

    So werden auch für die Schüler des Freien Beruflichen Gymnasiums Ganztagsangebote, wenn es mit ihren Stundenplänen vereinbar ist, nutzen können. Hierbei sind für die älteren Schüler insbesondere solche Angebote wie Schülerzeitung, Schach, Schulfunk oder Streitschlichtung interessant.

     

     

  2. Schülermitbestimmung, Selbst- und Mitverantwortung

Mit dem Übergang zur Volljährigkeit kommen auf unsere Schüler im Rahmen der Schülermitbestimmung neue Verpflichtungen und Rechte zu. Nicht nur als Schülersprecher in Schülerrat oder Schulkonferenz, sondern auch in weiteren Gremien, wie das Schülergericht, die Schüleraufsicht, die Schülerzeitung oder dem Schulfunk sollen sie noch mehr zur aktiven Mitgestaltung des Schulalltages angehalten werden. Gemeinsam sollen die Schüler verschiedenste Aufgaben bewältigen und Verantwortung für die Organisation und Durchführung von Festen, Veranstaltungen, Klassen-, Kurs- oder Studienfahrten sowie die Gestaltung der Umgebung und Räumlichkeiten übernehmen.

Die Schüler können jederzeit ihre Ideen, Beschwerden, Verbesserungsvorschläge etc. an die gewählten Schülersprecher, Beratungs-, Vertrauenslehrer, Klassenleiter, Tutoren oder die Schulleitung weiterleiten bzw. dort selbst vortragen.

 

Die Schüleraufsicht setzt sich aus Schülern der Klassenstufen 9 bis 11 und der Jahrgangsstufe 12 zusammen. Sie unterstützt die Lehrer bei der Pausenaufsicht, achtet auf die Einhaltung der Hausordnung und sorgt für Fairness bei Gruppenspielen.

 

 

  1. Berufs- und Studienorientierung

    Das Konzept zur Berufsorientierung der Freien Oberschule Rietschen wird am Freien Beruflichen Gymnasium fortgeführt und entsprechend erweitert. Dabei spielt die fachrichtungsspezifizierte Berufsorientierung eine wichtige Rolle

    Die Schüler werden in Klassenstufe 11 und Jahrgangsstufe 12 jeweils ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, möglichst in einem Verwaltungsbereich, absolvieren. Über die dort gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse, ihre Tätigkeiten, die möglichen Ausbildungsberufe, die Firmen und Verwaltungseinrichtungen berichten die Schüler in einem anschließenden Praktikumsabend.

     

    Darüber hinaus werden die Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen, wie zum Beispiel verschiedene Firmen der Region, der Gemeinde, der Hochschule Görlitz/Zittau u.s.w. intensiviert und ausgebaut.

     

     

  2. Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen

    Die bestehende Hausordnung der Freien Oberschule Rietschen sowie die Anwendung von geeigneten Erziehungsmaßnahmen werden auf das Freie Berufliche Gymnasium unter Berücksichtigung der eintretenden Volljährigkeit übertragen und entsprechend angepasst.

    Besonders wichtig ist für uns das rücksichtsvolle Miteinander und die Achtung eines jeden, eine ungestörte Arbeits- und Lernatmosphäre, die aktive Mitarbeit, die Pflege und der wertschätzender Umgang mit Materialien, Einrichtungsgegenständen und Schuleigentum.

    Darüber hinaus werden auch am Freien Beruflichen Gymnasium nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gegenüber Schülern gemäß § 39 SchulG für den Freistaat Sachsen getroffen.

     

     

  3. Elternarbeit

    Ein großer Wert wird auch am Freien Beruflichen Gymnasium Rietschen auf die Elternarbeit gelegt.

    Es ist wichtig, dass sie das Schulkonzept kennen und akzeptieren. Interessierte Schüler und Eltern der Freien Oberschule Rietschen werden bereits zu Beginn des zehnten Schuljahres mit Hilfe eines Elternbriefes und einer Broschüre über das Freie Berufliche Gymnasium informiert. Am Tag der offenen Tür wird es einen Informationsstand geben, der neben Informationsmaterial und Gesprächsgelegenheiten auch Voranmeldungen für das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen im kommenden Schuljahr entgegennimmt. Im April werden die Bewerber und gegebenenfalls ihre Eltern zu einer Informationsveranstaltung in die Schule eingeladen, damit ihnen vor Vertragsabschluss das Schulkonzept erläutert werden kann.

    In Elternabenden und Elterngesprächen oder über den Elternrat bzw. der Schulkonferenz können sie Fragen, Probleme und Hinweise anbringen und somit die Schule aktiv mitgestalten. Falls mehr als die Hälfte der Schüler ab der Jahrgangsstufe 12 zu Beginn des Schuljahres volljährig ist, wird nach §45(3) SchulG keine Elternvertretung gebildet.

     

    Um dem Alter und der Selbstverantwortlichkeit junger Erwachsener Rechnung zu tragen, werden Informationen laut §50a SchulG nur unter bestimmten Voraussetzungen an Eltern von volljährigen Schülern weitergegeben. Mit Zustimmung der volljährigen Schüler sind Gespräche zwischen Eltern und Lehrern bzw. Schulleitung jederzeit möglich.

     

    Des Weiteren ist es an der Freien Oberschule Rietschen Tradition, dass die Eltern schulische Veranstaltungen und Aktivitäten unterstützen, dies wird auf das Freie Berufliche Gymnasium Rietschen ausgeweitet.

     

     

  4. Trägerschaft

    Die Freie Oberschule Rietschen befindet sich bereits seit 2005 erfolgreich in freier Trägerschaft und fungiert als staatlich anerkannte Ersatzschule. Das Freie Berufliche Gymnasium ist dem gleichen Trägerverein unterstellt.

    Im Rahmen ihrer Möglichkeiten werden die Schulen durch die Gemeinde Rietschen sowie Vereinen und Unternehmen der Region unterstützt.

     

     

  5. Finanzierung

    Die Finanzierung erfolgt über Elternbeiträge, Staatliche Zuschüsse, Vereinsbeiträge, Zuwendungen des Fördervereins und Spenden.